Durch Nacht und Wind galoppierte der Vater geschwind,
fest im Arm hielt er sorgenvoll sein zitterndes Kind.
Ein Handschuh flog mutig zu Tiger und Leu,
doch der Ritter sprang hinab und blieb tapfer und treu.
Die Heinzelmännchen werkten bei Mondschein ganz sacht,
der liebe Augustin sang fröhlich hinein in die Nacht.
Tragischerweis ein Fischer des Nächtens für immer in die Tiefe reist,
genau wie Ritter Kauz der im eisernen Habit sich keinen Ausweg weiß.
Und bei der Lederhosen-Saga, man glaubt es wohl kaum,
erbte die Hose die Familie.
Der heurige Balladenbewerb - ein Traum.
Wenn ein Raum plötzlich ganz still wird, alle Blicke nach vorne gerichtet sind und ein Kind tief Luft holt, dann weiß man: Jetzt beginnt etwas Besonderes. Genau dieses Kribbeln lag beim diesjährigen Balladenwettbewerb am 24. April 2026 unserer dritten Klassen in der Luft. Jene 12 Schülerinnen und Schüler, die sich bereits klassenintern durchsetzen konnten, stellten sich nun der großen Jahrgangsbühne. Denn wer vor vielen Zuhörerinnen und Zuhörern steht und eine gereimte Geschichte vorträgt, braucht vor allem eines – Mut. Mut, die eigene Stimme zu erheben, Gefühle zu zeigen und mit Worten ein Publikum zu fesseln. Schließlich ging es nicht nur darum, den Text auswendig zu können, sondern ihn lebendig werden zu lassen.
Eine Jury, bestehend aus Prof.in Mag.a Ingrid Adam-Kaltenegger Bakk., Prof.in Mag.a Sarah Reinprecht, Prof.in Mag.aDIin Sylvia Thierrichter und Prof. Mag. Dr. Konstantinos Kostarakos, bewertete die Vorträge in den Bereichen Textsicherheit, Ausdruck, Sprache, Auftreten, Performance, Kreativität und Wiedererkennungswert. Eines sei an dieser Stelle gesagt – die Entscheidung fiel schwer.
Hinter jedem gelungenen Auftritt steckte jedoch weit mehr als nur das Auswendiglernen einiger Verse. Schon viele Tage zuvor wurde in den Deutschstunden eifrig geprobt, an Betonungen gefeilt, über passende Bewegungen nachgedacht und mit viel Fantasie überlegt, welche Requisiten den Vortrag noch eindrucksvoller machen könnten. Da wurden Hüte, Tücher, Handschuhe, Taschenlampen oder selbstgebastelte Kulissen organisiert, Stimmen verstellt, spannende Pausen eingebaut und immer wieder neue kreative Ideen ausprobiert, bis jede Ballade ihre ganz persönliche Wirkung entfalten konnte. Man konnte deutlich sehen, wie viel Mühe, Zeit und Herzblut in jeder einzelnen Darbietung steckte. Stellvertretend für alle Deutschprofessorinnen darf ich sagen, dass ich unglaublich stolz auf diese individuellen, mutigen und beeindruckenden Leistungen bin. Jede und jeder Einzelne hat gezeigt, wie viel Talent, Kreativität und Ausdruckskraft in unseren Schülerinnen und Schülern steckt.
Wir gratulieren den 3 Jahrgangssiegerinnen von Herzen:
1. Platz: Hannah (3D) mit der Ballade „Der liebe Augustin“
2. Platz: Annika (3A) mit der Ballade „Der Handschuh“
3. Platz: Ardiana (3C) mit der Ballade „Der liebe Augustin“
Prof.in Mag.a Christina Brandl

























