„Liebe Passagiere, bitte schnallen Sie sich an. Der Flug startet in Kürze.“ Das waren die letzten Worte, die ich auf österreichischem Boden hörte und somit begann meine Reise ins Unbekannte.
Um 12:20 startete der Flieger von Wien nach Madrid. Nach drei Stunden Flugzeit kam ich in Madrid an. Nach einigem Umhersuchen fand ich Carmen und ihren Papa, die mich herzlich begrüßten. Weitere drei Stunden später sah ich zum ersten Mal Albacete, die Stadt, die mir für das nächste Monat zur Heimat werden sollte.
Montag: 8:15 die Schule beginnt. Bis sich einmal alle in der Klasse eingefunden haben, kann es schon einmal 8:25 werden. Der erste Schultag war für mich voller Überraschungen. Nicht nur, dass die spanischen Schüler viel lauter sind als in Österreich, hat mich überrascht, sondern auch, dass sie viel mehr die Ruhe haben, als wir, was so manchen (österreichischen) Lehrer in einen Schockzustand versetzen würde. Außerdem wurde ich mit solch einer Herzlichkeit in der Klassengemeinschaft aufgenommen, dass ich wirklich beeindruckt war. Für mich waren die ersten paar Tage anstrengend, aber nach der ersten Woche habe ich mich schon gut eingelebt. Die spanischen Lehrer haben mich sehr gut in den Unterricht eingebunden und ich konnte meine Spanischkenntnisse erweitern. Doch ich durfte nicht nur die Schule sehen, sondern machte auch einen Tagesausflug nach Madrid. Dort gingen wir in das Museo del Prado und schauten das Escorial an. Doch da ich in Spanien nicht nur zur Schule ging, gibt es auch ein paar Erlebnisse aus meiner Freizeit zu erzählen. Ich durfte Carmens großen Freundeskreis kennenlernen und mit ihnen vieles unternehmen, so zum Beispiel ein paar Geburtstage und Karneval in San Pedro mit ihnen feiern. An den Wochenenden ging es für mich meistens nach San Pedro oder Bogarra, die Dörfer von Carmens Eltern. Dort wurde ich mit großer Gastfreundlichkeit aufgenommen und durfte in den Genuss von spanischen Gerichten, gekocht von Abuela (Oma) Pilar, kommen. Das letzte Wochenende verbrachte ich in Valencia und Benidorm am Strand. Für mich ein sehr tolles Erlebnis, weil ich den Strand und die Großstadt Valencia genossen habe. In Benidorm gab es eine sehr gute Paella mit Carmens Familie und deren Freunde. Danach verbrachten wir noch etwas Zeit am Strand und genossen die Sonne. Apropos Essen: Die Gerichte, die ich hier bekommen habe, waren ein Traum auf der Zunge, besonders die Paella und Tapas. Entweder waren sie selbstgemacht oder wir gingen in ein Restaurant. Ich kam auf den Geschmack der spanischen Köstlichkeiten. So, nun sitze ich schon wieder im Flieger Richtung Wien – die Zeit ist viel zu schnell vergangen!
Jedem, der noch überlegt, einen Erasmus-Austausch zu machen, kann ich nur sagen: Macht es! Es ist eine sehr tolle Erfahrung und unvergesslich.
Un saludo,
Helene Sonnleitner

























