Kakao und fairer Handel

Das Umwelt-Bildungs-Zentrum UBZ Steiermark lud zu einem Videochat mit Julia Zotter ein, an dem auch die SchülerInnen der 6B Klasse teilgenommen haben.

Was die Jugendlichen erfuhren, bei ihnen großen Eindruck hinterließ, sie interessierte oder überraschte, ist den Feedbacks zu entnehmen.

Kerstin Bauer: „Kakao wird vor allem rund um den Äquator angebaut. Kleine Bäume werden meistens in einer Baumschule aufgezogen. Kakaobäume werden 4 bis 7 m hoch, tragen 4 bis 5 kg schwere Früchte und wachsen in Mischplantagen mit Bananenstauden, Mangobäumen und Kokospalmen. Es gibt zwei Haupterntezeiten: Frühling und Herbst. In der Kakaofrucht sind die Kakaobohnen umgeben vom Fruchtfleisch. Nach der Ernte werden die Kakaobohnen einer Fermentation, einer biochemischen Gärung, ausgesetzt, wodurch sie ihr Aroma und ihre Farbe erhalten. Danach werden die Bohnen getrocknet und aussortiert.“

Was die Qualitätskontrollen anlangt, meinte Ramona Seitner: „Die Firma Zotter unterstützt fairen Handel, das heißt, die Kakaobauern bekommen eine faire Bezahlung. Dadurch sind die Kakaobauern stolz auf ihr Produkt und machen sich die Mühe, eine tolle Qualität bei ihren Kakaobohnen zu haben und deswegen fallen für die Firma weniger Qualitätskontrollen an.“

Für Stefan Hörbinger war interessant zu hören, welche Auswirkungen Fairtrade abgesehen von den besseren Preisen für die Produkte noch so hat. „In Lateinamerika arbeiten mehr Frauen als Männer in den dort ansässigen Kleinstunternehmen, die durch Fairtrade unterstützt werden, obwohl die Gesellschaft dort noch eher patriarchalisch geprägt ist. Auch ermöglicht die gerechte Bezahlung, dass vor Ort kleinere Schokomanufakturen und Labors für Qualitätskontrollen entstehen.“

Johannes Schneidler stellte die Frage, wie groß der CO2-Fußabdruck des Kakaoanbaus im Klimawandel sei. Nach Julia Zotter erhoffe man sich einen Null Fußabdruck, auch weil der Transport der Kakaobohnen von den Plantagen zu den Sammelplätzen sehr oft mit Eseln und Ochsenkarren erfolge und für den Transport über das Meer teilweise schon Segelschiffe eingesetzt werden. Zudem können wir als Privatpersonen das Klima mit unserem Konsumverhalten nachhaltig mitschützen, meinte sehr zutreffend Johannes. Derselben Meinung sind auch seine MitschülerInnen, darunter Ramona.

„Jeder kann etwas Gutes für den Klimawandel tun, indem man weniger konsumiert. Das heißt aber nicht, dass man auf Schokolade verzichten muss, denn die Firma Zotter und auch andere produzieren mit Rücksicht auf die Umwelt.“

Prof.in Mag.a Roswitha und Koch und SchülerInnen der 6B, Foto von Elena Sottovia und Zeichnung von Pichler Sophie

 

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