Die Ernährung – der blinde Fleck des Klimaschutzes

Klimawissen Online des Umwelt-Bildungs-Zentrums Steiermark

Ich tu’s für unsere Zukunft – unter diesem Motto lädt das UBZ Steiermark SchülerInnen zu Video-Chats mit ExpertInnen ein. Die SchülerInnen der 7B Klasse hörten einen Vortrag von Mag. Christian Salmhofer zur Klimaschädigung durch die Ernährung und konnten danach online ihre Fragen an den Referenten stellen.



Die Ernährung verursacht etwa ein Drittel der freigesetzten „Klimagase“. Ein Drittel der Umweltbelastungen fällt auf die Mobilität und das noch verbleibende Drittel auf das Wohnen – diese Zahlen haben viele verwundert. In Österreich benötigt jede/r für die Ernährung im Schnitt 2600 kg Kohlendioxid pro Jahr, was mit dem hohen Fleischkonsum zusammenhängt, bei dem Österreich auf Platz 3 in der EU und weltweit auf Platz 15 liegt. Während vor ca. 120 Jahren ein/e Österreicher/in etwa 10 kg Fleisch jährlich verspeiste, so sind es heute etwa 80 kg. Jede/r isst im Leben durchschnittlich 5,9 Tonnen Fleisch, was 1287 Tieren entspricht, von denen 945 Hühner die Mehrheit sind.

So viele Tiere brauchen große Weideflächen oder müssen zugefüttert werden. Für die Massentierhaltung importiert Österreich jährlich 500.000 Tonnen Soja, das auf landwirtschaftlichen Nutzflächen in südamerikanischen Staaten angebaut wird.

Aus dem Statement von Lea Procyk: „Die Anbauflächen von Brasilien sind fast so groß wie Indien, was mich ziemlich schockiert. Man kann erkennen, dass sehr viele Länder von den Anbauflächen von Brasilien abhängig sind, was wiederum uns allen schadet, denn es werden dafür wertvolle Regenwälder verbrannt und gerodet, die für die Sauerstoffproduktion sehr wichtig sind.“

Von allen durch Zahlen untermauerten Informationen stach beim Vortrag ein Faktum besonders hervor. Nur 4% der Klimaschäden, die durch die Ernährung verursacht werden, sind auf den Transport zurückzuführen. Hauptverantwortlich an den Umweltbelastungen ist die Art der Landwirtschaft. Der Bio-Landbau setzt keine Stickstoff-Düngemittel ein, und auch die Futtermittel müssen vom eigenen Hof stammen. Dadurch kommt es zu mindestens 60% weniger Kohlendioxid-Emissionen pro Hektar als in der konventionellen Landwirtschaft.

Um den Energieverbrauch zu reduzieren, zeigte Mag. Salmhofer Perspektiven für das 21. Jahrhundert auf: gesunde Ernährung, biologischer Landbau, gerechter Handel und regionale Vermarktung.

Ein fesselnder Vortrag, wie Hani Kirbaa meinte, der einen sein Konsumverhalten überdenken lässt.

Prof.in Mag.a Roswitha Koch

 

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