Auf der Halde in Fohnsdorf

Die SchülerInnen Brandstätter Sophie, Hermann Elias, Filzwieser Paula, Bahaudeen Rahim, Brandl Florian und Simbürger Sydney nahmen in Begleitung ihrer Professorin Mag.a Roswitha Koch an einer Besichtigung von Tennenrot & Redcourt in Fohnsdorf teil.


Herr Ing. Dietmar Aspernig führte über die Halde neben dem Bergbaumuseum Fohnsdorf, die seit 1980 im Besitz der Dolomit-Gruppe Eberstein ist. Die Halde ist terrassenförmig angelegt und kam durch Aufschüttungen des Materials zustande, das aus dem tiefsten Steinkohlebergwerk Europas, aus über 1000 m Tiefe, neben der Kohle „gefördert“ wurde. Noch brennt der Berg in der Tiefe mit über 1000 Grad Celsius, wodurch es zu einem natürlichen Abbrand von Tonmineralien und Kohle kommt. Zu sehen ist der natürliche Hartbrannt als rötliches Material auf der Halde. Dazwischen gibt es schwarze Streifen von taubem Material, das nicht gebrannt hat.
Alle TeilnehmerInnen der Betriebserkundung waren tief beeindruckt von der großen Vielfalt von Verwendungszwecken des Haldenmaterials, worüber Herr Ing. Aspernig informierte. Früher wurde dieses Naturprodukt überwiegend als Sportbeläge für Tennisplätze, Laufbahnen und Fußball-Trainingsplätze eingesetzt, während es heute durch Ausnützen seiner physikalischen Eigenschaften auch in anderen, teils sehr zukunftsweisenden Bereichen verwendet wird.
Am interessantesten erschien den SchülerInnen die Verwendung des Haldenmaterials zur Dachbegrünung. Neben den Claylith Dachbegrünungssubstraten gibt es auch Claylith für Topfpflanzen, wobei der Unterschied sich lediglich aus der Körnung des Haldenmaterials ergibt. Hierzu wird das von der Halde abgebaute Material vor Ort zu verschiedensten Korngrößen gebrochen und gesiebt. Auch kann es als Thermosand verwendet werden, um als Dämmstoff für Fernheizleitungen die Wärmeverluste zu reduzieren. Weiters werden aus dem Material hitzebeständige Betone gefertigt, die auch bei Gartengrillern Verwendung finden. Das schwarze ungebrannte Haldenmaterial, Roh-Halditt, dient als Zusatzbrennstoff für die Ziegelindustrie.
Wirklich faszinierend, wozu ein einst als wertlos eingestuftes, aus dem Berg geholtes Material heute überall gebraucht wird. Noch ist jedoch nur ein Bruchteil der Anwendungsmöglichkeiten erschlossen, wie Herr Ing. Aspernig meinte, dem wir TeilnehmerInnen sehr herzlich für die kompetente Betriebsführung danken.

Prof.in Mag.a Roswitha Koch

 

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